„Acht Fahrzeuge, sechstausend Container im Monat, Umsatz knapp neunhunderttausend. Und auf die Hand — hunderttausend. Drei Jahre lang dachte ich, Müllabfuhr sei einfach so ein Geschäft: großer Umsatz, Marge für Pfennige“ — so begann Bohdan Nechai das Gespräch, Inhaber eines Entsorgungsunternehmens in Winnyzja.
Wenn Sie Müll für Wohnanlagen und Betriebe abfahren, haben Sie sich das schon selbst gesagt. Die Fahrzeuge rücken um sechs aus, der Disponent kommt mit den Anrufen nicht nach. Und in der Schlusszeile steht eine Summe, für die man nicht einmal einen gebrauchten Müllwagen kauft.
Der Grund ist fast immer derselbe. Im Bericht steht der Selbstkostensatz einer Containerleerung, und er sieht aus wie eine Eigenschaft des Geschäfts. In Wirklichkeit ist es ein Durchschnitt, der keine Ihrer Touren beschreibt.
Wir zerlegen das Unternehmen in zwei Einheiten: den Container und den Kilometer. Und wir kommen dahin, warum ein Viertel 218 012 ₴ bringt und das andere beim gleichen Tarif 115 492 ₴ wegnimmt.
Bohdans Weg: von einem Müllwagen zu acht
Bohdan begann mit einem gebrauchten Fahrzeug mit Heckladung. Er fuhr selbst und verhandelte selbst mit den Vorsitzenden der Hausgemeinschaften. Gerechnet hat er in einem Heft: so viele Verträge, so viel Diesel, die Differenz ist meine.
In sieben Jahren wurden es acht Fahrzeuge, dazu kamen ein Disponent, zwei Mechaniker und ein Plan im Wochenraster. Da verschwand auch das Gefühl für die Zahlen. Die Flotte wuchs auf das Achtfache, der Umsatz zog nach, und der Gewinn blieb, wo er war.
„Als ich ein Fahrzeug hatte, wusste ich alles über es: wohin es gefahren ist, wie viel es geholt hat, für wie viel es getankt hat. Jetzt sind es acht — und fragen Sie mich, welches Viertel mich ernährt und welches mich leise auffrisst. Ich antworte nicht.“
Warum „acht Fahrzeuge und sechstausend Container“ nichts über Geld sagen
Der Container ist das, wofür man Sie bezahlt. Aber ein Fahrzeug fährt nicht den Container, es fährt sich selbst: der Fahrer steht auf der Lohnliste, das Leasing läuft auf, der Diesel brennt, ob die nächste Tonne zwanzig Meter entfernt steht oder zwei Kilometer.
Solange in der Buchhaltung die Zeile „6 240 Container geleert“ steht, bleibt die einfachste Frage ohne Antwort: wie viele Kilometer das Unternehmen unter jedem einzelnen davon gefahren ist.
Der Bericht, mit dem Bohdan drei Jahre arbeitete
Hier ist der Monat, aus dem er alle Entscheidungen getroffen hat. Der Umsatz ist einfach: 6 240 Container zum Tarif von 148 ₴ — das sind 923 520 ₴.
| Kostenposition | Pro Monat | % des Umsatzes |
|---|---|---|
| Fahrer und Lader | 312 000 ₴ | 33,8% |
| Kraftstoff | 196 000 ₴ | 21,2% |
| Wartung und Reparatur | 84 000 ₴ | 9,1% |
| Leasing und Abschreibung | 128 000 ₴ | 13,9% |
| Deponiegebühr | 62 000 ₴ | 6,7% |
| Disponent, Büro | 39 000 ₴ | 4,2% |
| Gesamt | 821 000 ₴ | 88,9% |
In diesem Bericht steckt kein einziger Fehler
Leistungsnachweise, Bank, Fahrtenbücher — alles stimmt bis auf die Hrywnja, es gibt nichts zu prüfen. Gewinn: 923 520 − 821 000 = 102 520 ₴, Rentabilität 11,10%.
Danach teilte Bohdan die Kosten auf zwei Wege, und beide sahen logisch aus. Acht Fahrzeuge fahren je 2 600 km, zusammen 20 800 km — also 821 000 / 20 800 = 39,47 ₴ pro Kilometer. Und 821 000 / 6 240 = 131,57 ₴ pro Container, was beim Tarif von 148 ₴ eine Marge von 16,43 ₴ ergab.
Sechzehn Hrywnja aus der Tonne. Genau diese Zahl nannte er drei Jahre lang „so ist das Geschäft eben“.
Das Leben, bevor der Kilometer eine Zeile wurde
Die Buchhaltung, in der Bohdan diese Jahre verbracht hat, erkennt jeder Entsorger, der aus einem Fahrzeug gewachsen ist.
- Der Umsatz wurde über das Unternehmen zusammengefasst. Eine Summe für alle Verträge — und man weiß nicht, welche Adresse sie gebracht hat.
- Der Kraftstoff war eine einzige Zeile. 196 000 ₴ für die Flotte, ohne Aufschlüsselung nach Fahrzeugen und Touren.
- Die Laufleistung stand nie neben den Containern. Der Tacho lebte in den Fahrtenbüchern, die Container in den Leistungsnachweisen, und diese zwei Hefte trafen sich nie.
- Die Selbstkosten galten als eine Zahl. 131,57 ₴ pro Tonne — und diese Zahl wurde in jeden neuen Vertrag eingesetzt.
- Der Plan stand aus Gewohnheit. Fünf Tage pro Woche, weil es sich im ersten Jahr so ergeben hatte.
- Die Fahrt zur Deponie wurde überhaupt nicht gerechnet. Sie war weder Tour noch Auftrag — einfach „irgendwo muss man ja abkippen“.
Keines dieser sechs Probleme war technisch. Die Fahrer arbeiteten normal, die Fahrzeuge rückten aus. Alle sechs saßen in der Buchhaltung — und in die Buchhaltung schaut am Standplatz niemand.
Die entscheidende Einheit: nicht der Container, der Kilometer
Der Container ist die Einheit, in der Sie Rechnungen stellen. Der Kilometer ist die Einheit, in der Sie Kosten tragen. Solange die beiden nicht in einer Zeile stehen, werden die Selbstkosten einer Leerung durch Division erfunden.
Umsatz pro Kilometer: 923 520 / 20 800 = 44,40 ₴. Kosten pro Kilometer: 39,47 ₴. Die Differenz sind 4,93 ₴ je Kilometer, und genau sie ergibt auf 20 800 km dieselben 102 520 ₴. Das ist es, was das Unternehmen in Wahrheit verkauft: nicht die Tonne, sondern die Straße darunter.
Warum es die durchschnittlichen Selbstkosten von 131,57 ₴ nicht gibt
Diesen Container gibt es auf keiner einzigen Tour. 131,57 ₴ ist der Durchschnitt zwischen zwei verschiedenen Geschäften, geboren aus einer Division, als der Monat schon vorbei war. Im dichten Viertel kostet eine Tonne 92,10 ₴, im dünn besiedelten 197,36 ₴. Der Abstand zwischen den Extremen beträgt 105,26 ₴, mehr als zwei Drittel des Tarifs.
Solange beide in einem Durchschnitt leben, sieht das verlustbringende Viertel normal aus und das profitable mittelmäßig. Eine Entscheidung auf der Zahl 131,57 ₴ kann nicht richtig sein: sie beschreibt ein Geschäft, das es nicht gibt.
„Diese Zahl kannte ich auswendig und setzte sie in jeden neuen Vertrag ein. Und dann zeigte man mir, dass es einfach der Durchschnitt ist zwischen dem Viertel, das mich ernährt, und dem Viertel, das mich aufzehrt. So einen Container leert bei mir kein einziges Fahrzeug.“
Die Selbstkosten eines Kilometers sind überall gleich — 39,47 ₴
Hier rastet der Mechanismus ein. Ein Kilometer kostet 39,47 ₴ im dichten Viertel wie im dünn besiedelten: derselbe Diesel, derselbe Fahrer, und das Leasing weiß nicht, wohin Sie gefahren sind.
Der Unterschied liegt allein darin, auf wie viele Container dieser Kilometer entfällt. Im Unternehmensdurchschnitt sind es 0,30 Container pro Kilometer, also 3,33 km auf eine Tonne. Im dichten Viertel 0,43 Container pro Kilometer, im dünn besiedelten 0,20. Der Tarif pro Tonne ist derselbe, und die Kilometer darunter sind 2,1 Mal mehr.
Zwei Viertel, einzeln zerlegt
Danach schrieb Bohdan den Monat für die zwei Viertel getrennt auf: Container aus den Leistungsnachweisen, Laufleistung aus den Fahrtenbüchern. Die Selbstkosten ergaben sich aus denselben 39,47 ₴, multipliziert mit den Kilometern unter einer Tonne.
| Kennzahl pro Monat | Dichtes Viertel | Dünn besiedeltes Viertel |
|---|---|---|
| Container | 3 900 | 2 340 |
| Laufleistung | 9 100 km | 11 700 km |
| Container pro Kilometer | 0,43 | 0,20 |
| Kilometer pro Container | 2,33 | 5,0 |
| Selbstkosten eines Containers | 92,10 ₴ | 197,36 ₴ |
| Marge pro Container (Tarif 148 ₴) | +55,90 ₴ | −49,36 ₴ |
| Ergebnis des Monats | +218 012 ₴ | −115 492 ₴ |
| Kontrolle: beide Viertel zusammen | 6 240 Container, 20 800 km | +102 520 ₴ |
Dieselbe Flotte, derselbe Tarif, dieselben Fahrer. Zwei Zeilen — und zwei verschiedene Geschäfte unter einem Schild.
Warum 218 012 minus 115 492 genau 102 520 ₴ ergibt
Hier lohnt es sich anzuhalten, denn genau an dieser Stelle glaubt man der Rechnung nicht. Die Container addieren sich: 3 900 plus 2 340 sind 6 240, genau so viele wie im Leistungsnachweis. Die Kilometer addieren sich: 9 100 plus 11 700 sind 20 800, genau so viele wie auf den Tachos. Und die Ergebnisse addieren sich: 218 012 − 115 492 = 102 520 ₴, dieselbe Zahl wie im Bericht.
Nichts ist aufgetaucht und nichts verschwunden. Die Zerlegung fügt kein Geld hinzu — sie zeigt nur, dass der zusammengefasste Gewinn nicht das Ergebnis der Arbeit des Unternehmens ist, sondern die Differenz zweier Ergebnisse, von denen eines ein Minuszeichen trägt.
Das dichte Viertel: 2,33 km pro Container und plus 218 012 ₴
Im dichten Viertel stehen die Standplätze der Wohnanlagen: einmal vorfahren, sechs bis acht Tonnen entleeren, zweihundert Meter weiterfahren. Auf einen Container kommen 2,33 km — und Selbstkosten von 2,33 × 39,47 = 92,10 ₴.
Gegen den Tarif von 148 ₴ sind das 55,90 ₴ Marge aus der Tonne, 37,8% des Preises. Im Monat bringt das Viertel 218 012 ₴: 577 200 ₴ Umsatz aus 3 900 Containern gegen 359 188 ₴ Kosten für seine 9 100 km. Das Viertel macht 62,5% aller Leerungen, nimmt 43,8% der Laufleistung — und bringt mehr, als das gesamte Unternehmen an Gewinn ausweist.
Das dünn besiedelte Viertel: 37,5% der Leerungen und 56,3% der Laufleistung
Das zweite Viertel hielt Bohdan für „ein bisschen schwächer“. Es macht 2 340 Leerungen — 37,5% aller Container. An Laufleistung nimmt es 11 700 km, also 56,3% der gesamten Flotte.
Weniger Leerungen und mehr Kilometer — das genügt, um das Vorzeichen zu drehen. 5,0 km pro Tonne ergeben Selbstkosten von 197,36 ₴ gegen den Tarif von 148 ₴, also minus 49,36 ₴ aus jedem Container. Im Monat nimmt das Viertel 115 492 ₴ weg: 346 320 ₴ Umsatz aus 2 340 Containern gegen 461 812 ₴ Kosten für seine 11 700 km. Beide Viertel zusammen: 359 188 + 461 812 = 821 000 ₴ — alle Kosten des Unternehmens, auf die Laufleistung verteilt. Jeder dort unterschriebene Vertrag vergrößerte den Verlust, statt das Unternehmen an die Null zu bringen.
- Einfamilienhäuser statt Standplätze. Eine Tonne pro Hof, nicht acht an einer Anfahrt.
- Die Tonnen stehen einzeln. Das Fahrzeug senkt die Arme, hebt einen Container und rollt weiter.
- Adressen am Rand des Viertels. Ein paar Autowerkstätten und Lager an der Ausfahrt bringen Kilometer ohne eine einzige zusätzliche Tonne.
- Ein Plan auf fünf Tage. Dasselbe Volumen auf fünf Ausfahrten gestreckt, und jede Ausfahrt hat ihren eigenen Weg hin und zurück.
„Als man mir zum ersten Mal minus hundertfünfzehntausend auf einem Viertel zeigte, bat ich darum, es nachzurechnen. Da sind doch lebendige Menschen, lebendige Verträge, das Fahrzeug kommt jeden Tag voll zurück. Es stellte sich heraus: ein volles Fahrzeug und eine gefüllte Tour sind zwei verschiedene Dinge.“
Break-even in Kilometern: 3,75 km pro Container
Die nützlichste Zahl des ganzen Artikels ergibt sich in einer Bewegung. Teilen Sie den Tarif durch die Selbstkosten eines Kilometers: 148 / 39,47 = 3,75 km. So weit darf ein Fahrzeug unter einer Tonne fahren, damit die Leerung auf null herauskommt.
Dann vergleichen Sie mit der Wirklichkeit. Das dichte Viertel fährt 2,33 km — mit Reserve unter der Schwelle. Das dünn besiedelte 5,0 km — ein Drittel darüber, und daher das Minus. Die durchschnittlichen 3,33 km halten das Unternehmen über der Schwelle, aber schon ohne Reserve: deshalb sieht die Rentabilität wie 11,10% aus.
Warum eine Tariferhöhung kein Ausweg ist
Die erste Reaktion auf minus 49,36 ₴ ist, den Preis genau in diesem Viertel zu erhöhen. Rechnen wir aus, um wie viel: damit 5,0 km pro Container auf null kommen, müsste der Tarif dort 197,36 ₴ statt 148 ₴ betragen — fast ein Drittel teurer.
Im Einfamilienhausgebiet verkauft sich so ein Preis nicht: der Nachbar fährt es mit dem Anhänger weg, und ein Teil der Höfe unterschreibt einfach keinen Vertrag. Deshalb bewegt sich der Tarif nicht weiter — alle Rechnungen bleiben bei 148 ₴.
Die verborgene Position: 208 Fahrten zur Deponie
Jetzt die Position, die kein Bericht Bohdans gezeigt hat, und sie ist die größte. Im Monat machten die Fahrzeuge 208 Fahrten zur Deponie, jede 34 km hin und zurück. Zusammen sind das 7 072 km.
In Geld: 7 072 × 39,47 = 279 140 ₴. Der Gewinn desselben Monats beträgt 102 520 ₴. Eine Straße, auf der kein einziger Container steht, ist 2,72 Mal teurer als der ganze Verdienst, den sich das Unternehmen zugeschrieben hat. Auf eine Tonne sind das 44,73 ₴ aus dem Tarif von 148 ₴.
Auf eine Fahrt kommen 1 342 ₴ reine Laufleistung, und solche Fahrten gibt es 26 pro Fahrzeug im Monat. Auf diesen Kilometern ist das Fahrzeug entweder schon leer oder noch nicht entladen — Container gibt es auf dieser Straße nicht.
„Die Deponie hatte ich als Gebühr pro Tonne im Kopf. Dass täglich acht Fahrzeuge dorthin fahren und dass diese Straße mehr kostet als mein ganzer Gewinn, hat mir niemand gesagt. Sie wird ja nicht in die Rechnung geschrieben — es ist einfach eine Straße.“
Warum 34 km und 34% ein Zufall sind
In diesem Abschnitt steht die Zahl 34 zweimal, und das ist kein Tippfehler. 34 km ist die Länge einer Fahrt zur Deponie und zurück. 34% ist der Anteil dieser Fahrten an der gesamten Laufleistung: 7 072 km von 20 800 km. Das eine folgt nicht aus dem anderen, sie sind zufällig zusammengefallen.
Behalten Sie den Prozentwert im Kopf: jeder dritte Kilometer der Flotte bedient keinen einzigen Container.
Die Deponie in den Kosten und die Deponie in der Laufleistung: 62 000 ₴ und 7 072 km
Zwei Zahlen über denselben Ort, und verwechseln darf man sie nicht. 62 000 ₴ ist die Deponiegebühr, eine eigene Kostenposition in der Tabelle oben, 6,7% des Umsatzes. 7 072 km ist die Laufleistung zu derselben Deponie, und sie liegt innerhalb der anderen Zeilen: im Kraftstoff, in der Wartung, im Lohn des Fahrers.
Auf eine Fahrt kommt die Gebühr auf etwa 298,08 ₴, die Straße unter derselben Fahrt aber auf 1 342 ₴. Hinzufahren ist 4,5 Mal teurer als abkippen. Verhandlungen über das Tor ändern daran nichts — es ändern nur die Geografie und die Zahl der Fahrten.
Warum man 279 140 ₴ nicht vom Gewinn abziehen darf
Der häufigste Fehler nach so einer Rechnung ist, 279 140 ₴ zu den Kosten zu addieren oder vom Gewinn abzuziehen. Das darf man nicht tun.
Dieses Geld sitzt schon innerhalb der 821 000 ₴. Es ist keine neue Ausgabe, sondern 34% der vorhandenen Laufleistung, umgerechnet in Hrywnja zum gleichen Preis von 39,47 ₴ pro Kilometer. Die Kosten des Unternehmens waren und bleiben 821 000 ₴, der Gewinn 102 520 ₴.
Wozu dann die Zahl? Um den Preis der Geografie zu sehen: sie ist die Grenze, in der es sinnvoll ist, über eine nähere Umschlagstelle zu verhandeln oder einen eigenen Platz zu kalkulieren. Solange die Straße zur Deponie keine Summe hat, erscheint sie kostenlos.
Was man ohne Tarifänderung tun kann: ein Viertel in zwei Tage legen
Bohdans erste Entscheidung kostete nichts. Das dünn besiedelte Viertel wurde fünf Tage pro Woche bedient — dieselben Adressen, jeden Tag ein wenig. Dasselbe Volumen wurde in zwei Tage gelegt: das Fahrzeug fährt das Viertel in einem Zug durch.
Das Volumen hat sich nicht verändert — dieselben 2 340 Container. Verändert hat sich die Dichte der Durchfahrt: Kilometer pro Container werden 3,6 statt 5,0.
| Dünn besiedeltes Viertel | Fünf Tage pro Woche | Zwei Tage pro Woche |
|---|---|---|
| Kilometer pro Container | 5,0 | 3,6 |
| Laufleistung des Viertels pro Monat | 11 700 km | 8 424 km |
| Ersparnis an Laufleistung | — | 3 276 km |
| Ersparnis bei den variablen Kosten | — | 44 095 ₴ |
| Marge pro Container (Tarif 148 ₴) | −49,36 ₴ | +5,91 ₴ |
Die Marge ergibt sich aus derselben Schwelle: 148 − 3,6 × 39,47 = +5,91 ₴. Nicht viel, aber das Vorzeichen hat sich gedreht — das Viertel frisst den Verdienst des dichten nicht mehr auf.
„Ich war dabei, ein Fahrzeug zu verkaufen oder die Verträge in diesem Viertel zu kündigen. Am teuersten war bei mir aber die Gewohnheit, jeden Tag für ein Stück davon dorthin zu fahren.“
Die Ersparnis von 3 276 km in Geld: 13,46 ₴, nicht 39,47 ₴
Hier ist Vorsicht nötig, sonst malt man sich leicht eine Ersparnis aus, die dreimal größer ist als die echte. Wenn Sie Kilometer aus einer bereits vorhandenen Flotte nehmen, werden die 39,47 ₴ nicht frei: Leasing, Löhne und Büro gehen nirgendwohin, sie verteilen sich nur auf eine kleinere Laufleistung.
In der Kasse sinkt allein der variable Teil — Kraftstoff und Wartung: (196 000 + 84 000) / 20 800 = 13,46 ₴ pro Kilometer. Also 3 276 × 13,46 = 44 095 ₴ im Monat, das sind 43% des gesamten Gewinns — ohne neues Fahrzeug und ohne neuen Kunden.
Halten Sie diese zwei Zahlen in verschiedenen Taschen. 39,47 ₴ zeigt, was Sie die Geografie kostet, und mit ihr vergleicht man den Tarif. 13,46 ₴ zeigt, wie viel real in der Kasse bleibt, wenn es weniger Kilometer gibt. Die erste für Entscheidungen über den Preis, die zweite für Entscheidungen über den Plan.
Was sich änderte, als der Kilometer eine Zeile wurde
An Änderungen in den Unterlagen kamen drei zusammen. Die Fahrtenbücher wurden mit den Leistungsnachweisen abgeglichen, damit jedes Viertel sowohl seine Laufleistung als auch seine Zahl an Tonnen hat. Fahrten zur Deponie wurden eine eigene Zeile der Laufleistung. Und jede neue Adresse geht vor der Unterschrift durch eine Prüfung auf die Kilometer unter der Tonne.
- Das dünn besiedelte Viertel ist kein Minus mehr. Zwei Tage statt fünf, 8 424 km statt 11 700, 44 095 ₴ Ersparnis im Monat und eine Marge von +5,91 ₴ statt −49,36 ₴ pro Container.
- Die Straße zur Deponie hat eine Summe bekommen. 7 072 km und 279 140 ₴ — das sind 34% der Laufleistung, und jetzt ist zu sehen, wie viel es sinnvoll ist, für eine Umschlagstelle näher an der Stadt zu zahlen.
- Neue Verträge werden in Kilometern gerechnet. Die Schwelle von 3,75 km pro Container beantwortet die Frage nach einer Adresse in zwei Minuten, während 131,57 ₴ sie nie beantwortet haben.
Weder neue Fahrzeuge noch eine Tariferhöhung noch zusätzliche Kunden waren nötig. Nötig war, den Kilometer als Zeile mit eigenem Preis zu sehen.
Fazit für Unternehmer. Wenn in Ihrem Geschäft Fahrzeuge fahren, dann sind die Einheit, in der Sie Rechnungen stellen, und die Einheit, in der Sie Kosten tragen, verschiedene Einheiten. Ihr Preis pro Kilometer ist überall gleich; verschieden ist nur, auf wie viele bezahlte Vorgänge dieser Kilometer entfällt. Leiten Sie die Schwelle her — wie viele Kilometer Sie unter einem Vorgang für Ihren Tarif fahren dürfen — und vergleichen Sie sie mit der Wirklichkeit für jedes Viertel einzeln. Wo die Wirklichkeit über der Schwelle liegt, helfen Rabatte und Verhandlungen nicht mehr: jeder neue Auftrag fügt Minus hinzu. Das gilt genauso in der Zustellung, im Service mit Anfahrt und in jedem Geschäft, in dem ein Fahrzeug zwischen zwei bezahlten Adressen fährt.
Ratschläge zum Schluss
- Rechnen Sie die Selbstkosten eines Kilometers, nicht nur eines Vorgangs. 821 000 ₴ auf 20 800 km sind 39,47 ₴, und diese Zahl ist in allen Vierteln gleich.
- Leiten Sie die Schwelle in Kilometern pro bezahltem Vorgang her. 148 geteilt durch 39,47 sind 3,75 km. Mit so einer Zahl lässt sich eine neue Adresse vor der Unterschrift bewerten.
- Trauen Sie den durchschnittlichen Selbstkosten nicht. Den Container für 131,57 ₴ gibt es weder im dichten Viertel noch im dünn besiedelten: dort sind es 92,10 ₴ und 197,36 ₴.
- Gleichen Sie Laufleistung und Zahl der Vorgänge für jedes Viertel ab. Tacho und Leistungsnachweise in verschiedenen Heften sind der Hauptgrund, warum ein verlustbringendes Viertel normal aussieht.
- Rechnen Sie die Kilometer, auf denen kein einziger bezahlter Vorgang liegt. 7 072 km zur Deponie — 34% der Laufleistung und 279 140 ₴ zum Preis eines Kilometers.
- Bevor Sie den Preis erhöhen, versuchen Sie, den Plan zu ändern. Dasselbe Volumen in zwei Tagen statt fünf brachte 3 276 km Ersparnis und drehte das Vorzeichen des Viertels.
- Rechnen Sie eine Ersparnis an Laufleistung mit den variablen Kosten. 13,46 ₴ pro Kilometer, nicht 39,47 ₴: Leasing und Löhne verschwinden durch eine kürzere Tour nicht.
Das Geld verschwindet nicht — Sie sehen es nur nicht
Über die Müllabfuhr denkt man, hier hänge alles an zwei Dingen: etwas zum Ausfahren haben und beim Tarif nicht zu billig sein. Ohne sie fängt man wirklich nicht an. Aber über den Verdienst entscheidet ein drittes — auf wie viele bezahlte Container jeder Kilometer entfällt, für den Sie überall gleich zahlen.
So ein Loch wächst nicht von allein zu und zeigt sich in der Schlusszeile nicht: die Zeile fasst den Monat zusammen, das Minus aber ist in einem Viertel eingeschrieben. Sobald der Kilometer jedoch einen Preis bekommt, wird das Wichtigste sichtbar: die 11,10% Rentabilität gehören weder dem dichten Viertel noch dem dünn besiedelten. Es ist das Verhältnis, in dem sich ein funktionierendes Geschäft und eine Straße vermischt haben, die Sie aus der eigenen Tasche bezahlen.
Wie Sie das in Ihrem eigenen Unternehmen sehen
Alles oben Beschriebene hängt an zwei Maßeinheiten: dem Container und dem Kilometer. Solange die Selbstkosten auf eine durchschnittliche Zahl für das ganze Unternehmen zusammengefasst werden, sieht man weder, dass ein Viertel im Plus und das andere im Minus arbeitet, noch, wie viel Laufleistung keinen einzigen Container bedient. Wenn dieselben Daten automatisch zusammenlaufen, sieht man, welche Tour sich selbst bezahlt und welche nicht — genau dafür nutzen Inhaber kleiner und mittlerer Unternehmen Finmap: um das Finanzbild zu sehen, statt es im Nachhinein zusammenzurechnen.
Lesen Sie auch
- Kurierdienst: Gewinn pro Auftrag, nicht pro Umsatz
- Drei Abholpunkte: einer frisst, was die anderen zwei verdienen
Grundlage des Themas: Betriebsbuchhaltung erklärt: Was sie ist und warum Inhaber sie brauchen
Häufige Fragen
Man braucht drei Zahlen für jedes Viertel einzeln: die Zahl der geleerten Container, die Laufleistung der Fahrzeuge in diesem Viertel und die Selbstkosten eines Kilometers. Die Selbstkosten eines Kilometers sind eine Zahl für das ganze Unternehmen: alle Kosten geteilt durch die gesamte Laufleistung. Im Beispiel aus diesem Artikel sind das 821 000 ₴ auf 20 800 km, also 39,47 ₴. Dann teilen Sie die Laufleistung des Viertels durch die Zahl der Container — heraus kommen die Kilometer auf eine Tonne — und multiplizieren mit dem Preis eines Kilometers. Im dichten Viertel ergeben 9 100 km auf 3 900 Container 2,33 km und Selbstkosten von 92,10 ₴. Im dünn besiedelten sind 11 700 km auf 2 340 Container 5,0 km und 197,36 ₴. Rechnen Sie diese Zahl nicht mit einer einzigen Division über das ganze Unternehmen: 821 000 auf 6 240 ergibt 131,57 ₴, und so einen Container gibt es weder im ersten noch im zweiten Viertel.
Weil der Preis eines Kilometers überall gleich ist, die Zahl der Kilometer unter einer Tonne aber nicht. Diesel, Fahrerlohn, Leasing und Wartung wissen nicht, in welches Viertel das Fahrzeug gefahren ist: ein Kilometer kostet hier wie dort 39,47 ₴. Im dichten Viertel stehen die Standplätze der Wohnanlagen — einmal vorfahren, mehrere Tonnen entleeren, zweihundert Meter weiterfahren: 0,43 Container pro Kilometer. Im Einfamilienhausgebiet steht eine Tonne pro Hof und die Adressen liegen verstreut: 0,20 Container pro Kilometer. Der Unterschied in der Dichte beträgt 2,1 Mal, und genau er reißt die Lücke von 105,26 ₴ in den Selbstkosten auf. Der Tarif ist dabei derselbe — 148 ₴, deshalb bringt ein Viertel 55,90 ₴ aus der Tonne und das andere nimmt 49,36 ₴ weg.
Teilen Sie den Tarif durch die Selbstkosten eines Kilometers. Im Beispiel sind 148 geteilt durch 39,47 gleich 3,75 km: so weit darf ein Fahrzeug unter einer Tonne fahren, damit die Leerung ohne eine einzige Hrywnja Verdienst auf null kommt. Das dichte Viertel fährt 2,33 km — mit großer Reserve, das dünn besiedelte 5,0 km — ein Drittel über der Schwelle, daher das Minus. Der Unternehmensdurchschnitt von 3,33 km pro Container hält das Geschäft über der Schwelle, aber schon fast ohne Reserve — daher auch die Rentabilität von 11,10%. Das ist die nützlichste Zahl für einen Inhaber, denn man kann sie vor der Unterschrift abschätzen: rechnen Sie aus, wie viele Kilometer das Fahrzeug unter der Tonne einer neuen Adresse zurücklegt, und vergleichen Sie mit 3,75. Rechnen Sie die Schwelle jedes Mal neu, wenn sich der Tarif oder der Kraftstoffpreis ändert.
Weil die zusammengefasste Zeile zwei Geschäfte mit verschiedenen Vorzeichen addiert. Im Beispiel bringt das dichte Viertel +218 012 ₴ im Monat, das dünn besiedelte nimmt −115 492 ₴ weg. Die Kontrolle stimmt auf allen drei Achsen: 3 900 plus 2 340 sind 6 240 Container aus den Leistungsnachweisen, 9 100 plus 11 700 sind 20 800 km von den Tachos, und 218 012 − 115 492 = 102 520 ₴, dieselbe Zahl wie im Bericht. Die Zerlegung fügt kein Geld hinzu und nimmt keines weg — sie zeigt, dass die Rentabilität von 11,10% keines der beiden Viertel beschreibt. Solange nur die Summe vor den Augen steht, scheint das Geschäft einfach margenschwach zu sein. In Wirklichkeit hat das Minus eine konkrete Adresse.
Man sieht sie nicht, weil sie nicht als eigene Rechnung kommen — es ist einfach eine Straße, aufgelöst in Kraftstoff, Wartung und Stunden des Fahrers am Lenkrad. Im Beispiel machten die Fahrzeuge 208 Fahrten zur Deponie, jede 34 km hin und zurück: zusammen 7 072 km, also 34% der gesamten Laufleistung. Die zwei Zahlen 34 sind hier zufällig gleich — die erste sind die Kilometer einer Fahrt, die zweite der Anteil dieser Fahrten an der Laufleistung. In Geld: 7 072 × 39,47 = 279 140 ₴, das 2,72-Fache des gesamten Monatsgewinns. Auf eine Tonne sind das 44,73 ₴ aus dem Tarif von 148 ₴. Wichtig: dieses Geld sitzt schon innerhalb der 821 000 ₴ Kosten, man darf es nicht zu den Kosten addieren oder vom Gewinn abziehen. Die Zahl dient etwas anderem — zu sehen, in welchen Grenzen es sich lohnt, über eine Umschlagstelle näher an der Stadt zu verhandeln.
Das sind zwei verschiedene Dinge über denselben Ort. 62 000 ₴ ist die Gebühr für die Ablagerung der Abfälle, eine eigene Kostenposition, im Beispiel 6,7% des Umsatzes. 7 072 km ist der Weg zur Deponie und zurück, und er liegt nicht in einer eigenen Zeile, sondern innerhalb von Kraftstoff, Wartung und Löhnen. Auf eine Fahrt umgerechnet beträgt die Gebühr am Tor etwa 298,08 ₴, die Laufleistung unter derselben Fahrt aber 1 342 ₴ — hinfahren ist also 4,5 Mal teurer als abkippen. Die praktische Folgerung: Verhandlungen mit der Deponie betreffen die kleinere der zwei Summen. Billiger macht die Abfuhr die Geografie — eine nähere Umschlagstelle und weniger Fahrten, nicht der Tarif für die Ablagerung.
Ja, wenn man die Kilometer unter der Tonne verringert. Im Beispiel wurde das Viertel fünf Tage pro Woche bedient — jeden Tag ein Stück der Adressen. Dasselbe Volumen wurde in zwei Tage gelegt: das Fahrzeug fährt das Viertel in einem Zug durch, und die Kilometer pro Container werden 3,6 statt 5,0. Die Laufleistung des Viertels fällt von 11 700 km auf 8 424 km, die Ersparnis beträgt 3 276 km. Die Marge pro Container wird 148 − 3,6 × 39,47 = +5,91 ₴ statt −49,36 ₴, das Vorzeichen dreht sich also. Zum Vergleich sieht der Weg über den Preis so aus: damit 5,0 km pro Container auf null kommen, müsste der Tarif in diesem Viertel 197,36 ₴ statt 148 ₴ betragen — fast ein Drittel teurer. Im Einfamilienhausgebiet verkauft sich so ein Preis nicht, deshalb ist eine Änderung des Plans realistischer als eine Änderung der Preisliste.
13,46 ₴, wenn die Flotte dieselbe bleibt. Das sind zwei verschiedene Zahlen für zwei verschiedene Aufgaben, und man verwechselt sie leicht und malt sich eine Ersparnis aus, die dreimal größer ist als die echte. 39,47 ₴ sind die vollen Selbstkosten eines Kilometers aus allen Kosten; sie braucht man, um den Preis der Geografie zu bewerten und mit dem Tarif zu vergleichen. Aber wenn Sie Kilometer aus den schon vorhandenen acht Fahrzeugen nehmen, verschwinden Leasing, Löhne und Büro nicht — sie verteilen sich nur auf eine kleinere Laufleistung. In der Kasse sinkt allein der variable Teil: Kraftstoff plus Wartung, also (196 000 + 84 000) / 20 800 = 13,46 ₴ pro Kilometer. Deshalb bringen 3 276 gesparte Kilometer 44 095 ₴ im Monat — 43% des Unternehmensgewinns. Die vollen Selbstkosten eines Kilometers fallen erst dann, wenn mit der Laufleistung auch die Flotte kleiner wird.
